80 Jahre Pogromnacht /-nächte - eine traurige Bilanz



 

"Antisemitismus", so sagt der Historiker, Clark, "wird auf der Straße sichtbar. Aber sogar im deutschen Parlament spürt man zuweilen den Einfluss eines Denkens, das in diese Richtung geht.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, der den Begriff des Christlich-Jüdischen Abendlandes nicht akzeptieren will, lehnt auch das Holocaustmahnmal in Berlin ab." Hier sei auch Alexander Gauland zitiert, Parteivorsitzender der AfD mit seiner Rede am 2. Juni 2018: "Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die 12 Jahre. Aber, liebe Freunde, Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über tausend Jahre erfolgreicher deutscher Geschichte."

Das ist es, was auf großen Nährboden in der deutschen Gesellschaft stößt, zu sagen: Es reicht jetzt mal. Auch wenn die AfD sagt, dieser Satz sei nicht antisemitisch, so ist er doch ein Einfallstor für einen großen Teil der Bevölkerung, weil es eben attraktiv ist. Das wissen diese geistigen Brunnenvergifter, wie sie auch unser Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland in der Gedenkstunde am Freitgag, 9. Nov. in der großen Synagoge in Berlin bezeichnete und ergänzend ausführt: Es wäre für die jüdische Gemeinschaft unerträglich gewesen, heute, 80 Jahre nach der Pogromnacht, Vertreter dieser Partei unter uns zu wissen. Daher haben wir diese Fraktion als einzige des Deutschen Bundestags nicht eingeladen. (…)
Diese Kräfte dürfen nicht noch mehr an Boden gewinnen. Im Gegenteil. Sie müssen so weit zurückgedrängt werden, bis sie ganz in der Versenkung verschwinden. (…).Zitatende.

  


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