NEIN ZUR ANTIISRAELISCHEN DEMO IN MUENSTER AM 25.07.2020



WAS DIE ANTIISRAELISCHE KUNDGEBUNG IN MUENSTER AM 25.07.2020 BEZWECKEN MÖCHTE
Das, was ich an Kritik gegenüber Israel in diesen Tagen aufgrund der angedachten Annexionspläne Teile des Westjordanlandes im Westjordanland dieser Tage und vor allem zur geplanten Kundgebung „Nein zur Annexion“ in Münster (Stubengasse) am 25.07.2020 alles zu lesen und zu hören bekomme, empfinde ich als Jude in Deutschland mit israelischer Staatsangehörigkeit ungeschminkt als antiisraelisch, als judenfeindlich.
Mit lauthals aggressiven Verbalismen kündigt sich nun auch noch „Rote Flagge“ (eine sozialistische / kommunistischen Bewegung der revolutionären Linken) in die angekündigte Kundgebung in Münster mit ein und bezeichnet, vorgeschoben im Namen der palästinensischen Linken, Israel als einen „siedlerkolonialistischen Militärstaat“ mit „apartheitsähnlichen Strukturen“. So viel Unwissen nur in einem Satz: Israel ist ein demokratischer Staat in dem es keine gesetzliche Trennung von Israelis und arabischer Palästinenser gibt. In Israel leben und arbeiten mit Israelis Hand in Hand 1,5 Millionen Palästinenser, die sich auch nicht von der Palästinenser Organisation „Hamas“ und gewiss auch nicht von den Initiatoren der Kundgebung in Münster vertreten wissen möchten.
Obwohl die Teil-Annexionspläne Israels aufgrund gemischter Gefühlen vieler Israelis und der erneuten Covit-19 Welle im Land einerseits und die angestrebte Friedensvision von Donald Trump im Nahen Osten durch die sinkenden Umfragewerte des US-Präsidenten ins Stocken geraten sind, andererseits, blasen hiesige Antizionisten zum großen Aufmarsch gegen Israel in Münster am 25.07.2020.
Wenn wir fragen, was derzeit getan werden kann, so sind es eher Gespräche, Initiativen von Freunden, die sich um Israel sorgen und am aller wenigsten antizionistische Demonstrationen wie jetzt in Münster am 25.07.2020 geplant.
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Israel darf selbstverständlich kritisiert werden und ebenso die Teil-Annexionspläne. Eine konstruktiver Kritik steht jedoch nicht zu erwarten, wenn eine sich als unabhängig bezeichnete Gruppe politisch Aktiver zur Kundgebung in Münster aufruft, um, Zitat: „(…) allen Palästinenser *Innen „(…) die von Annexion, Rassismus und Besatzung seitens des israelischen Staates betroffen sind, eine Stimme zu geben (…)“.
Wir danken unseren Freuden, dem Jungen Forum der DIG Münster, allen Mitgliedern der DIG Münster e.V. und allen treuen Wegbegleiter*Innen jüdischen Lebens in Münster, die an der Seite Israel stehen und nicht an der Seite jener, die antiisraelische Stereotypen im öffentlichen Bewusstsein festigen wollen.


Jüdische Gemeinde Münster
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