Schüler/innen 13 Schulen in Münster nehmen den 27. Januar als Gedenktag ernst.



Schülerinnen und Schüler dreizehn Münsteraner Schulen versammelten sich heute um 11:30 Uhr auf dem Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof) zu einer gemeinsamen Gedenkstunde des 27. Januars, dem Tag der Befreiung von Ausschwitz vor 74 Jahren.

Sie alle bereiteten unterschiedliche Projekte für den Gedektag vor. "Dieses Gedenken ist unsere Aufgabe - und genau das tut ihr", sagte Oberbrgermeister Markus Lewe.Vorher aber fand er klare Worte. Hätte man ihn vor 10 oder 15 Jahren gefragt, ob so etwas wie damls noch einmal passieren könne, er hätte es verneint. "Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher", nahm Münsters Oberbürgermeister "Beuzug auf Menschen, die wieder anfangen, andere zu diskriminieren". So Markus Lewe. 

Das heutige Gedenken mit den jungen Schüler/Innen empfand ich als gut und enorm wichtig, blicken wir andererseits auf den rasanten Aufstieg rassistischer, chauvinistischer, antisemitischer, rechtspopulistischer Kräfte, die in Teilen Europas und so auch in Deutschland Hochkonjunktur haben und die zu allem Überfluss von einer rechtspopulistischen Partei im Bundestag angeheizt wird.

Mir wird schlecht, wenn ich an den Satz von Höcke denke, Zitat:

„Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“ und auch noch eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad fordert.

Es tut not, wenn das Gedenken an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte in den Schulen, in unserer Gesellschaft weiterhin präsent bleibt und den Antisemiten wie Björn Höcke und seinen "Vogelschiss" Kumpels in der AfD frech die Stirn bieten.
 


Galerie

Jüdische Gemeinde Münster
Einloggen