Die Verunsicherung wächst nach dem Terroranschlag auf die Synagoge in Halle



Auch nach vier Tagen stehen wir immer noch unter dem Eindruck dieses menschenverachtenden und und kaltblütigen Hassverbrechen in Halle. Ausgerechnet in Deutschland! Ausgericht an unserem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

Wer Juden treffen will, wählt Jom Kippur. Der wählt den heiligsten aller Tage, den unsere Jüdische Religion kennt. Jenen Tag, an dem Telefon, Handy und Internet ausbleiben, an dem in Israel kaum ein Auto auf der Straße fährt, alle Geschäfte geschlossen sind und auch Radio und Fernsehen stumm sind.

Es gleicht einem Wunder (Baruch Ha Shem) dass die Tür der Synagoge den Schüssen und Granaten standhält.

Wer an diesem eine Synagoge angreift, will Angst und Verunsicherung verbreiten statt Frieden und Versöhnung. Und er will daran erinnern, dass wir nirgendwo sicher sind.

Doch wir werden nicht in Angst und Schrecken verfallen. Wir werden uns auch nicht unsichtbar machen und indes unsere Feste weiter feiern und auch alle Aktivitäten, die zum Alltag unseres jüdischen Lebens in Münster gehören, stattfinden lassen.

Von der Politik und den Sicherheitsbehörden wünschen wir uns, dass sie über Beileidsbekundungen hinaus Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung entschlossen die Stirn bieten.

Shalom

gez.: Sharon

Bildquelle: Sharon Fehr


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Jüdische Gemeinde Münster
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