WIE ERKLÄRE ICH’S MEINEM KIND : Warum Gewalt ansteckend sein kann



VON JULIA SCHAAF -AKTUALISIERT AM 09.11.2018-17:16 Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Die Fassungslosigkeit im Blick: Am Tag nach der Pogromnacht macht sich ein junger Mann in Frankfurt daran, die Schaufensterscherben zusammenzukehren. Bild: dpa

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In Gruppen kann es manchmal passieren, dass selbst friedliche Menschen brutal werden. Das ist vor achtzig Jahren passiert, und kann auch heute passieren. Warum schreitet keiner ein?

Ganz gleich, ob man noch ein Kind ist oder schon erwachsen: Es gibt Dinge, die kann man eigentlich gar nicht fassen. Überall in Deutschland haben die Nationalsozialisten vor achtzig Jahren Juden angegriffen, ihre Geschäfte zerstört und ihre Gotteshäuser in Brand gesetzt. Die Verbrechen der Nazis an den Juden sind später noch sehr viel schlimmer geworden. Aber die Ereignisse rund um den 9. November 1938, die man heute meist Reichspogromnacht oder Novemberpogrome nennt, wertet die Geschichtsschreibung als Einschnitt: Schon vorher haben die Nazis die judenfeindliche Stimmung in Deutschland gezielt angeheizt. Jetzt gab es Verletzte, Tote, Zerstörung, für alle überall sichtbar: offene Gewalt.

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