Zentralrat der Juden in Deutschland empfiehlt: Keine Kippa in Problemvierteln



Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland hat damit gewiss die Sicherheit Jüdischer Bürger in Deutschland im Blickfeld.

Als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster vermag ich 70 Jahre nach Auschwitz diese Empfehlung an unsere Mitglieder nicht als bindend weiterzugeben.

Außerhalb des Jüdischen Gemeindezentrums obliegt es dem Einzelnen, wie jüdisch er/sie sich in der Deutschen Öffentlichkeit verhalten möchte.

Ich selbst bin Träger einer Kippa und würde das Ablegen meiner Kippa vor Angst, ich könnte beschimpft oder gar `was auf die Nase bekommen, als Kapitulation gegenüber unseren Hassern empfinden, die Angst und Intoleranz in unsere Gesellschaft hineintragen wollen.

Mein Besuch des Dortmunder Stadtteils Dorsfeld, der als Nazi-Hochburg gilt, sollte auch klares Zeichen dafür sein, dass wir es nicht akzeptieren werden, dass es in Deutschland für jüdische Menschen wieder "No-go-Areas" geben soll.

Wir werden auch weiterhin bewusst und selbstbewusst Jüdisches Leben in Deutschland gestalten.

Wir tun dies im Vertrauen auf G`tt und im Vertrauen auf unsere Nachbarschaft.

Link zur Tagesschau / Kommentar

https://www.facebook.com/video.php?v=10153080868059407&set=vb.193081554406&type=2&theater


Kippa

Sehr geehrter Herr Fehr,

würden Sie sich freuen, wenn nichtjüdische Mitbürger sozusagen als Solidaritätsmaßnahme eine Kippa (oder in meinem Fall, als Frau, z.B. eine Halskette mit Davidstern) tragen würden?
Herzliche (und in jedem Fall -ob mit Kippa oder ohne - solidarische) Grüße
Ruth Damwerth

Jüdische Gemeinde Münster
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