Chag Chnukka 5779 Sameach



CHNUKKA. Alle Jahre wieder um diese Zeit steht unser neunarmiger Leuchter im Mittelpunkt jüdischen Lebens. Er ist in keinem jüdischen Haushalt wegzudenken, denn er erinnert uns an ein großes Lichtwunder. Der Tempel in Jerusalem war durch die anders gläubigen Griechen entweiht worden. Nach der Befreiung von den fremden Herrschern wurde der Tempel wieder gesäubert, Götzenbilder entfernt. Danach sollte die Menorah (siebenarmiger Leuchter) wieder angezündet werden. Doch es war kein Olivenöl im Tempel zu finden. Dennoch wurde der Leuchter entzündet mit Öl, das höchstens einen Tag reichen würde. Aber die Lichter brannten nicht nur am ersten Tag, sie brannten am zweiten und am dritten – sie brannten volle acht Tage, bis neues Olivenöl angefertigt war. Das ist das Wunder von Chanukka, das vor vielen tausend Jahren geschehen ist und an das wir uns jedes Jahr von Generation zu Generation erinnern. Nach Einbruch der Dunkelheit zündet jede jüdische Familie, jede Jüdische Gemeinde weltweit acht Tage lang das Chanukka Licht an.

Auch in Münster wird heute Abend in der Nähe zur Synagoge auf dem Mara Euthymia Platz mit Oberbürgermeister Markus Lewe das erste Chanukka Licht um 16:00 Uhr entzündet.

Die Lichter werden von rechts nach links angezündet. In dieser Richtung lesen und schreiben wir auch die Hebräische Schrift. Dabei werden Segenssprüche gesprochen, die G``tt loben. Anschließend singen wir Lieder über Israels Geschichte. Die Kinder bekommen am ersten Lichterabend auch kleinere Geschenke.  Solange die Lichter brennen, wird nicht gearbeitet. Die Kinder in Israel haben in dieser Zeit acht Tage Schulferien.

Am Samstag wird der Chanukkaleuchter auf dem Maria Euthymia Platz mit Rücksicht auf Shabbat nicht um 16:00 Uhr, sondern um 17:30 Uhr entzündet.  

Sie alle sind hierzu herzlich eingeladen. 

 


 


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