Chanukkalicht 5778/2017 in Münster entzündet



In diesen Tagen feiern wir Juden weltweit das Lichterfest Chanukka.

In vielen Städten ist es inzwischen zur Tradition geworden, dass gemeinsam mit den Jüdischen Gemeinden ein Chanukka-Leuchter aufgestellt wird.

Seit 2009 ist auch in Münster dieser Brauch am Maria-Euthymia-Platz durch Initiative der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde in Münster belebt worden.

Dort versammelten sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster gestern Abend mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Münster, um zum Auftakt des achttägigen Chanukkafestes mit Bürgermeisterin Frau Karin Reismann in Vertretung für Oberbürgermeister Markus Lewe das erste Chanukkalicht gemeinsam zu entzünden.

Sharon Fehr (Vors. der Jüdischen Gemeinde) wies darauf hin, dass die Chanukka-Lichter uns an die erfolgreiche Rückeroberung des Tempels in Jerusalem im Jahr 165 vor der Zeitrechnung erinnern.

Zur Wiedereinweihung des Tempels sei nur noch eine winzige Menge geweihtes Öl übrig gewesen, das gerade gereicht hätte, den Tempel einen Tag lang zu erleuchten. Aber zur großen Verwunderung brannte das Licht 8 Tage lang.

Sharon Fehr: „Wir zünden den Chanukka-Leuchter hier am öffentlichen Platz, so dass jeder kommen und sehen kann: Chanukka erhellt nicht nur unsere Häuser, unsere Wohnung, die Stadt Münster, nein, es lässt auch unsere Herzen leuchten. Nur so vertreiben wir Dunkelheit und Finsternis.“

 

Frau Bürgermeisterin Karin Reismann übermittelte allen Anwesenden herzliche Grüße des Oberbürgermeisteiters Markus Lewe, des Rates und der Stadtverwaltung. Dass gemeinsame Entzünden des Chanukkalichtes in Münster sei ein gelebtes Zeichen des christlich-jüdischen Dialogs in Münster, betonte Frau Reismann und wünschte, dass das Chanukkalicht und die Kerzen der Adventszeit allen Menschen Licht und Wärme bringen mögen.

 

 

 

 


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Jüdische Gemeinde Münster
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