Pessach 5772 in der "Fremde".



Pessach, unser großes Fest der Freiheit und des Glaubens, feierten wir erstmals außerhalb unserer Gemeinde.

Grund hierfür sind die derzeit laufenden Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen. So stellte die Stadt Münster uns (wie bereits zu Chanukka und Purim) einen großen Saal im Gesundhaushaus der Stadt zur Verfügung.

Unter den aufmerksamen Augen unserer Küchenleitung, Frau Anna Kogan, wurden bereits Tage vorher dort die Küche und alles Geschirr gekaschert.

Zum Abend-G`ttesdienst mit anschließendem Seder trafen zahlreiche Familien, Freunde und Gäste unserer Gemeinde ein, um an der festlich gedeckten Tafel gemeinsam an den Auszug aus Ägypten zu erinnern, die Befreiung aus der Knechtschaft, an den Exodus ins  Gelobte Land Erez-Israel.

Dass wir Pessach 5772 in der „Fremde“ feierten, das tat der feierlichen Atmosphäre keinen Abbruch. Ein wenig hatten wir sogar das Gefühl, wie einst die Kinder Israel noch unterwegs zu sein.

Durch die vielen hebräischen Lieder, Texte und koscheren Speisen fühlten wir uns mit den vielen Millionen Juden in der ganzen Welt an diesem Abend vereint.

Überall in der Welt  fanden die gleichen Jüdischen Rituale zu Pessach statt. Ein wunderbares Gefühl der Zusammen-gehörigkeit, oder, wie es Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland beschreibt: „Pessach – Das kostbare Band der Gemeinsamkeit.“

Gutschein für Bad-Kissingen: Vor Beginn der Seder-Feier hatten wir noch Gelegenheit, unserer Jubilarin Anna Kogan zum 80. Geburtstag zu gratulieren. Seit knapp 25 Jahre leitet Anna nun schon unsere Küche. So war es mir eine Ehre, Anna für die „verbrauchte“ Energie einen Gutschein für  zwei Wochen Erholung in Bad Kissingen überreichen und auf den Talmud hinweisen zu dürfen: Ein langes Leben ist als ein Segen zu verstehen, denn es heißt: Wer von den Älteren lernt, ist so, als genieße er reife Trauben und alten Wein. Ad meaesrim we od joter!


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Jüdische Gemeinde Münster
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