Rückblick auf Pessach 5780 in Zeiten von Covit 19



Erstmals seit knapp 60 J. der Neuerrichtung unserer Synagoge mit Jüdischem Gemeindezentrum in Münster bleibt unsere Synagoge in Münster, wie alle Synagogen weltweit und auch in Israel, geschlossen.

Eines unserer schönsten und wichtigsten Feste ist in diesem Jahr von der Corona-Pandemie überschattet.

Unsere, die Jüdische Geschichte zu erzählen, ist eine über viele tausend Jahre gewachsene Tradition.

Doch in diesem Jahr ist alles anders:

Keine G``ttesdienst zu Pessach am Abend, kein gemeinsamer Pessach-Seder-Abend im großen schönen Shalom-Saal unseres Gemeindezentrums, kein Festessen, keine gemeinsame hebräischen Lieder aus der Hagada und auch nicht die Frage unserer Kleinen wie jedes Jahr zu Pessach:

MAH NISTANA HA LEIYLA HASE MIKOL HALEYLOT מה נשתנה הלילה הזה מכל הלילות

Das hat es nach der Shoa in unserer Geschichte bisher nicht gegeben.

So schmerzlich dies für uns alle ist, doch das Band, das uns tausende von Jahren zusammenhält und sich über die gesamte Welt erstreckt, wo Juden*Innen leben, ist auch durch die Corona-Pandemie nicht kaputt zu kriegen.

Auch unsere Mitglieder ließen sich nicht entmutigen und standen fest in den Zeiten ungewöhnlichen Herausforderungen fest zu einander.

Mit viel Kreativität entwickelten Verantwortliche unserer Gemeinde mit Mitgliedern die Initiative: „Matzes auf Rädern“, versorgten sich gegenseitig und insbesondere unsere älteren alleinstehenden Mitglieder, die kein unnötiges Risiko eingehen und zu Hause bleiben sollten.

Der Verkauf von Matzes, -Mehl und Wein wurde von Kira & Boris so eingerichtet, dass der gebotene körperliche Abstand unter all jenen Mitglieder gewahrt blieb, die zum Einkauf für Pessach in die Gemeinde kamen.

Liebe Mitglieder, ich wünsche, dass jeder von uns trotz erheblicher Einschränkungen zu Hause, auf sich gestellt oder im kleinen Kreis der Familie, Pessach, das Fest, das uns alljährlich an die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei und Unterdrückung von Generation zu Generation erinnert, feiern konnte.

Ich danke allen unserer Jüdischen Gemeinde -ohne jetzt einzelne Namen zu benennen - die trotz des gebotenen Abstandes zu einander, sich dafür einsetzten, dass wir in diesen besonderen Tagen dennoch Nähe zu einander erleben durften.

Das, liebe Mitglieder, konnte uns die Corona-Pandemie nicht nehmen und auch nicht den Zusammenhalt untereinander.

Vielen herzlichen DANK Ihnen allen ! Ihr / Euer Sharon


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Jüdische Gemeinde Münster
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