Schana towa - ein gebenschtes neues Jahr 5771



Liebe Gemeindemitglieder, Shalom alechem

wir feiern in wenigen Tagen Neujahr. Das bedeutet für uns auch, dass wir in uns gehen, Rechenschaft ablegen über unser Handeln.

Der Beginn eines neuen Jahres ist immer auch Anlass, auf Geschehenes zurückzublicken. Der Blick zurück verdeutlicht auf  schmerzlichste Weise, wie schwer es für viele Menschen immer noch ist, ihr Leben, ihr Dasein gewaltfrei, friedlich, gerecht und tolerant zu gestalten. Ich erinnere an die vier israelische Soldaten, die von Palästinensern auf offener Straße vor wenigen Tagen erschossen wurden.

Wir richten mit dem neuen Jahr unsere Blicke nach vorn und vor allem auf die Hoffnung, dass es schon bald gelingen möge, Aussöhnung und Frieden anstelle von Hass und Feindschaft zu setzen.

Ein froh machendes und hoffnungsvolles Zeichen erblicken wir darin, dass heute, 65 Jahre nach Verfolgung, Verschleppung und Ermordung wieder lebendiges Leben in unsere Gemeinde eingekehrt ist und wir schon in Kürze den 50. Jahrestag der neu errichteten Synagoge hier in Münster gemeinsam gestalten können.

All die vielen Aktivitäten in unserer Gemeinde bedeuten eine Gemeinde interne aber auch eine gesellschaftliche Bereicherung des städtischen Lebens um uns herum und ist ein Beweis gegenseitiges Vertrauen.

Aus der Gemeindewahl vor wenigen Wochen ist ein engagiertes und motiviertes Team hervorgegangen, das viel integrative Kraft entfalten wird. Begleiten Sie dieses Team mit Ihren Wünschen, Idee und Vorstellungen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen namens meiner Vorstandskollegen/innen Karina und Anatoliy und uns allen, unserer Gemeinde und allen Freunden:

Ein gebenschtes, gesundes, glückliches und süßes Jahr 5771. Mögen wir alle in das Buch des Lebens eingeschrieben werden.

In Verbundenheit

Sharon Fehr

Vors.


Jüdische Gemeinde Münster
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