Sonntag vor Rosh Ha Shanah auf dem Jüdischen Friedhof Münster



Im Judentum spielen religiöse Riten und Gebräuche in- und außerhalb der Synagoge eine wichtige Rolle, und zwar zur Bewahrung religiösen Bewusstseins und der Erhaltung unserer Gemeinschaft außerhalb Israel. Das gemeinsame Begehen der Jüdischen Feste und die damit verbundenen Gebräuche gab und gibt dem Judentum trotz der weltweiten Verstreuung Einheitlichkeit und Überlebenskraft. Auf diesem Phänomen sowie der hebräischen Sprache ebenso auch als Sprache der Propheten (Laschon Ha Kodesh), der Thora und des Gebetes, fußt der Zusammenhalt unseres jüdischen Volkes auch nach 2000 Jahren der Diaspora.

Der jüdischen Tradition zufolge wird am Sonntag vor dem Jüdischen Neujahrsfest der Toten mit einem Gang zum Jüdischen Friedhof gedacht. Auch in der Jüdischen Gemeinde in Münster findet dieses Brauchtum statt, so dass sich viele unserer Mitglieder heute auf dem Jüdischen Zentralfriedhof versammelten. Unser Jüdischer Friedhof in Münster dürfte heute der älteste Friedhof in Westfalen sein. Er wurde 1811 angelegt. Anders als in den meisten Orten blieben Grabschändungen im Zusammenhang mit den Verfolgungen durch die Nazis weitestgehend aus. Seit 202 ist der Jüdische Zentral-Friedhof Münster ausbelegt.


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Jüdische Gemeinde Münster
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