Sie alle waren Nachbarn. Lesung am 22.08.2021 in der Jüdischen Gemeinde Münster



Gedenkblätter in Erinnerung an die Opfer der NS-Willkür

Es war ein würdiges Gedenken des Vereins „Spuren Finden Münster e.V.“ durch die Rezitation der Gedenkblätter in Erinnerung an die Opfer der NS Willkür aus Münster im großen Shalom-Saal unserer Gemeinde.

Erinnert wurde an Leo Steinweg, Margarete Wangemann, und Else und Siegfried Goldenberg זייל

Den Eheleute Goldenberg, die nach Ausschwitz den Mut, die Kraft und Zuversicht hatten, legten den Grundstein für ein neues jüdisches Gemeindezentrum in Münster, fertiggestellt im März 1961, wofür wir ihnen dankbar sind.

An die Gründer unserer Gemeinde nach der Shoa erinnerte die knapp 12-jährige Gymnasialschülerin und Mitglieder unserer Jüdischen Gemeinde, Esther.

Ein deutliches Zeichen, dass das Erbe der Gründer unserer Gemeinde durch unsere nachwachsende jüdische Generation von Generation zu Generation weitergetragen wird.

Das war einer meiner Höhepunkte des gestrigen Nachmittags.

Doch vorher wurden auf Initiative des Vereins eine wunderschöne Friedensrose gepflanzt in Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939.

Möge die „Rose des Friedens und der Erinnerung“ die vielfältigen Initiativen und Arbeiten gegen das Vergessen in Münster unterstützen in Zeiten der Globalisierung von Gleichgültigkeit, einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, Klimaveränderung, Gewalt, Kriege, Ströme flüchtender Menschen, brennender Flüchtlingsunterkünfte und eines erneut steil ansteigenden Antisemitismus und Rassismus.

Anmerkung: Im Anhang als PDF Datei das beeindruckende Grußwort von Pfarrer Martin Mustroph. 

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Mustroph 210822 - StolpersteineSynagogeMS_.pdf30.54 KB

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