»Nur acht bis zehn Hassmails«



Marina ist zwar kein Mitglied wohl aber Gast der Jüdischen Gemeinde Münster.

So viel vorweg aufgrund der vielen öffentlichen Anfragen, die bei uns in den letzten Tagen immer wieder eingehen.

Den unterschiedlichsten Medien entnehmen auch wir, dass Marina als eines der prominentesten Mitglieder der Piraten-Partei gilt und seit Herbst 2011 das mediale „Aushängeschild“ der Piraten Partei geworden sein dürfte.

Nun macht Marina neben persönlichen Problemen den geplanten Abschluss ihres Studiums für Psychologie als Grund für ihren  Ausstieg aus der Bundespolitik geltend und weist in Interviews darauf hin, dass die antisemitischen Attacken nicht der Grund für ihren Rückzug seien.

Marina: „Insgesamt sind es vielleicht acht bis zehn Mails gewesen, plus ein Text auf einer obskuren Internetseite, in der ich unter anderem als Agentin des Judentums bezeichnet wurde.“ Dass die Empörungsstürme gegen antisemitische Ausfälle seitens ihrer Partei nur sehr zurückhaltend ausfielen, kommentiert Marina mit Sätzen wie: Ich kenne jedenfalls keine Mitglieder, die mir ins Gesicht sagen würden, dass sie Juden hassen.«  In der Jüdischen Allgemeinde betont Marina: „Antizionisten gibt es in der Partei durchaus (…) ich sehe Antisemitismus und Antizionismus als ernsthaftes Problem, von dem viele andere Juden stark betroffen sind, die in der Öffentlichkeit stehen.« Sie persönlich werde dagegen kaum angegriffen: »Wenn ich mich öffentlich sehr positiv über Israel äußern würde, wäre es wohl anders (…)“.


Jüdische Gemeinde Münster
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