Münster gedenkt 27. Januar der Opfer des Hitlerfaschismus.



Im Jahr 1996 hat Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum nationalen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erklärt.

In einer Gedenkstunde legten Oberbürgermeister Markus Lewe, Domkapitular und Stadtdechant Ferdinand Schumacher, die Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Münster und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen unter Beteiligung Münsters Bürgerinnen und Bürger am Zwinger der Stadt Münsteram 27 Januar 2012  Kränze nieder.

Die Nachrichten verschiedener Medien in Deutschland, welche den Gedenktag der  Befreiung des Konzentrationslager Au-schwitz am 27. Januar vor 67 Jahren be-gleiten, können allerdings nicht schlechter sein.

Vieles um die Mordserie der rechtsextre-mistischen Zwickauer Terrorzelle ist noch offen.

Und da gibt es die erschreckenden Unter-suchungsergebnisse zum Antisemitis-mus in Deutschland, nachdem etwa 20% der Menschen hierzulande antijüdisch sind. 

In beeindruckender freier Rede mahnte Oberbürgermeister Markus Lewe sehr eindringlich, über die Grundfesten un-seres Zusammenlebens nachzudenken, die persönlichen Schicksale der Opfer zu bewahren und die Geschichte lebendig zu halten.

Dr. Ferdinand Schumacher sprach eben-so klare Worte und wies darauf hin, dass es (…) auch in den zivilen europäischen Gesellschaften einen Bodensatz fana-tischen Hasses auf alles Fremde (…) gibt.

Dr. Schumacher nahm die Gedenkstunde auch zum Anlass, auf die gastfreund-schaftliche Atmosphäre hinzuweisen, die er bei Besuchen der Jüdischen Ge-meinde in Münster stets erfahren dürfe.

Shalom v. sharon


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Jüdische Gemeinde Münster
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