9. Mai Der Tag des Sieges über den deutschen Faschismus



Auch meine Glückwünsche zum 9. Mai als Tag des Sieges über den deutschen Hitlerfaschismus.

Es ist ein Tag, an dem Freude und Trauer eng beieinander liegen. Es ist der unendlich hohe Blutzoll, den die einstige Sowjetunion leisten musste.

Ich bin überzeugt, dass kein Land so viele Tote unter Zivilisten und Soldaten zu beklagen hat wie die Sowjetunion.

Es sind 27 Millionen Männer, Frauen und Kinder – jeder wurde durch den deutschen Faschismus brutal aus seinem Leben gerissen.

Die Freude überwiegt bei aller Trauer jedoch über den Sieg des Faschismus. Wir gedenken und feiern das Ende eines vom Vernichtungswahn besessenen Systems vor 76 Jahren.

Die systematische Vernichtung der Juden Europas, Homosexueller, der Sinti und Roma, die fast vollständige Vernichtung politischer Opposition, sowie die Ermordung unzähliger weiterer Menschen, die der NS-Ideologie ein Dorn im Auge waren, ist einzigartig in seiner Grausamkeit und mit nichts gleichzusetzen.

Es gibt auch in unserer Gemeinde kaum eine Familie aus den heutigen GUS-Staaten, die nicht eine Geschichte von Leid und Verlust zu erzählen hätte.

Ihrer Tapferkeit und ihrem Mut gebühren unsere Erinnerung und die Widmung des 9. Mai, und zwar 24 Stunden und darüber hinaus.

Ich werte es als einen großartigen neu gewachsenen Vertrauensbeweis, dass jüdische Veteranen in Deutschland, dem Land des einstigen Feindes, eine neue Heimat gesucht (und so auch in Münster) und hoffentlich inzwischen auch gefunden haben.

Betroffen aber macht mich, dass wir heut in Deutschland heute wieder einen steil ansteigenden Antisemitismus erleben müssen.

Dagegen aufzustehen, fühle ich mich den unzähligen Opfern gegenüber verpflichtet. Shalom


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Jüdische Gemeinde Münster
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