Aktion Sühnezeichen Friedensdienst Münster stellt das Projekt: "Stadtteilmütter" in Berlin Neukölln vor.



Seltener Besuch in unserer Jüdischen Gemeinde. Wir begrüßten Jonas H. von der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Münster zu der Aktion der Stadtteilmütter aus dem namensgebenden Ortsteil des nördlichsten und am dichtesten bebauten Teils des Berliner Bezirks Neukölln mit überdurchschnittlich hohem polnischen, türkischen und arabischen Migrationsanteil. Als aktive Teilnehmerin des Projekts „Stadtteilmütter“ nahm an der Diskussion Nuriye Sayman aus Berlin Neukölln teil. Das Projekt „Stadtteilmütter in Neukölln“ qualifiziert arbeitslose Mütter nicht deutscher Herkunft, vorrangig türkischer und arabischer Muttersprache, in einem mehrmonatigen Kurs zu Themen der Erziehung, Bildung und Gesundheit. Projektziele: Förderung der Sprachfähigkeiten von Kindern und Eltern; Ermutigung der Eltern, Erziehungsverantwortung aktiv wahrzunehmen; Werbung für den frühen Kitabesuch; Vermittlung konkreter Hilfen und Informationen für Familien; Förderung der Kommunikation und Interaktion zwischen Eltern und Kindern; Qualifizierung und Förderung erwerbsloser Migrantinnen. 

In der heutigen Diskussion wurde deutlich, dass das Projekt Stadtteilmütter in der Arbeitsausrichtung gründet auf Respekt und Wertschätzung für die unterschiedlichen religiös/kulturellen Lebenswelten und Lebensentwürfe der Familien. Sie versuchen mit „Klischees“ aufzuräumen und machen keinen Unterschied zwischen Nationalitäten und Religion der Menschen, denen sie begegnen. 
Es war ein interessanter wie informativer Nachmittag. Bleibt zu hoffen, dass sich die Initiative Stadtteilmütter über Berlin Neukölln hinaus in anderen Städten mit hohem Migrationsanteil etabliert und durch Landes-Integrations-Programme auch gefördert wird. 
Zum Ausklang des Spätnachmittags gabs noch eine kleine Führung durch die Synagoge Münster mit kurzer Erläuterung der Geschichte und Grundlagen der Jüdischen Religion.


Jüdische Gemeinde Münster
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