Anne Frank: A living Voice / Konzert in der Jüdischen Gemeinde am 11.11.2019



Nur wenige Tage nach dem Gedenken der Schrecken der Pogromnächte des 8.und 9. Nov. 1938 und den folgenden Nächten fand in der Jüdischen Gemeinde die Konzertaufführung: "Anne Frank: A Living Voice" statt.

Der große Shalom-Saal der Gemeinde war bis auf den letzten Platz belegt.

Es war für mich eine große Ehre, unter den vielen Gästen auch die amerikanische Komponistin, Linda Tutas Haugen, die das Stück komponierte, mit ihrem Ehemann, Robert Hugen, begrüßen zu dürfen.

Der Frauenchor, BellaDonna, aus Gronau mit Gastsängerinnen aus dem benachbarten Enschede (Niederlande) übte, wie ich erfuhr, schon viele Wochen vor der Aufführung bei uns in der Jüdischen Gemeinde. .

Großartig auch die jungen Vortragenden der Texte aus dem weltberühmten Tagebuch "Anne Frank".

Nicht nur, dass die Schüler*Innen des Anne-Frank-Berufskollegs in Münster die Texte klar und verständlich vortrugen, überzeugend auch, weil einige der Schüler*innen mit Migrationshintergrund in die Rolle der Vortragenden schlüpften und die Texte von Anne Frank fast akzentfrei vorlasen.

Das kraftvoll und teils auch sehr zärtlich klingende Streichquartett "Voirin" und die großartigen Sängerinnen des Konzertes lassen diesen Abend unvergesslich werden.

Viel zu schnell ging dieser großartige Abend zu Ende.

Als Redner für unsere Gemeinde schloss ich den Abend mit Danksagungen und dem sehnsuchts- und hoffnungsvollen Zitat von Anne Frank: "(...) einmal werden wir wieder Menschen und nicht nur Juden sein".

Zwischen diesem Zitat liegen 90 Jahre, das sind zwei Generationen! - und doch fühlt es sich an, als sei der Satz erst gestern geschrieben worden.

Bildquelle: Sharon F. /Schriftzüge: Sharon F.


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