Arbeitstagung der 24 Arbeitsge-meinschaften CJZ in NRW in der Jüdischen Gemeinde Münster



Die diesjährige Arbeitsgemeinschaft der 24 Gesellschaften für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen  (CJZ) fanden heute am Freitag, 21.02.2014 erstmals im neuen Gemeindefestsaal der Jüdischen Gemeinde Münster statt.

Herr Determann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft CJK in NRW begrüßte namentlich Bürgermeisterin  Frau Vilhjalmsson, seinen Amtsvorgänger Hans-Helmut Eickschen, seine Stellvertreter Andrea Sonnen und Christa Klepp sowie den Vorsitzender Jüdischen Gemeinde Sharon Fehr.

Sein Dank gilt allen anwesenden Damen und Herr der Arbeitsge-meinschaft CJZ in NRW, die teils sehr weite Wege der Anreise auf sich genommen hatten. Bürgermeisterin

Faru Vilhjalmson hob in ihrer Begrüßung besonders hervor: „(…) Seit ihrer Gründung haben sich die Gesellschaften  in Münster, in NRW und bundesweit für die Verständigung und Toleranz zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen eingesetzt und nach den Gräueltaten unter der Herrschaft der National-sozialisten eine Annäherung von Juden und Christen möglich werden lassen (…) der heutige Tagungsort birgt (…) eine wechselvolle, tragische Geschichte. Die einstige Synagoge wurde - wie so vieles andere - in der grausamen Nacht vom 9. zum 10. November 1938 zerstört. Das wieder errichtete Gebäude mit der Synagoge an gleicher Stelle, in dem wir uns jetzt befinden, ist Mahnmal und Zeichen der Hoffnung gleichzeitig. Leider muss man aber auch sagen, dass dieses Gebäude immer noch unter Polizeischutz steht (…)“. 

Sharon Fehr hebt in seiner Begrüßung hervor:  „(…) Christen sind untrennbar mit dem Gott Israels verbunden und bekennen sich zum Juden Jesus als ihrem Bruder woraus sich eine solidarische Bundesgemeinschaft mit dem jüdischen Volk ergibt (…) möge der Geist unseres Hauses sie zu einer guten Tagung mit guten Beschlüssen inspirieren (,,,)“.

Die Tagung plante ein koscheres Mittagessen ein sowie eine Besich-tigung unseres Gemeindezentrums mit anschließendem Stadt-Rundgang „auf jüdische Spuren“, „(…) Orte (…) Stätte  grausamer Ereignisse, die unter der Herrschaft der National-sozialisten in Münster stattfanden (…)“, erinnert Bürgermeisterin Frau  Vilhjalmson.

Leider bewahrheitet sich für die Teilnehmer der heutigen Tagung, was schon aus dem Mittelalter überliefert ist: Münster, Heimat des Regens! Auch unsere Gäste der Tagung werden Münster  leider nicht anders sehen als triefend vor ständigem Regen.

 

Sharon Fehr


Jüdische Gemeinde Münster
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