Auf dem Jüdschen Friedhof in Münster: Das Interesse war enorm/ Teil 2



Teil 2  

Ein Besucher brachte es in unserer Diskussion, zu der ich in meiner Runde am Ende meiner Einführungen stets anrege, sinngemäß sehr schön wie folgt auf den Punkt: Wer begreifen möchte, dass Jüdische Menschen Deutsche waren und zu Deutschland gehörten und wieder gehören, der kann das auf dem Jüdischen Friedhof in Münster eindrucksvoll erfahren. Viele der hier gesetzten Grabsteine sind Zeugnisse tiefer menschlicher Verwurzelung in Münster, in Westfalen, in Deutschland. Mit Schmerz aber sehe ich, dass hier eine ganze Generation fehlt, die in Konzentrationslagern sinnlos gemordet wurden. Dieser Satz begleitete mich auch noch in der Synagoge während unseres Abendgebetes an der Schwelle zum Neuen Jahr 5779.

Knapp vier Stunden dauerten die Führungen und Vorträge einschließlich Frage und Antworten auf unserem Jüdischen Friedhof. Das Wetter Passte und auch die Besucher/Innen waren während unserer Vorträge hochkonzentriert. Diese boten wir nach dem Rotationsprinzip an, so dass die Gruppen für uns als Referenten überschaubar blieben.

Das Interesse war enorm. Wie im Vorjahr, kamen sehr viele Interessierte aller Altersgruppen ab 13 Jahre aufwärts. Geschätzt dürfen es wohl gut 500 Besucherinnen uns Besucher gewesen sein.

Ein schönes, ein zuversichtlich stimmendes Zeichen vor dem Hintergrund des scheinbar stets zunehmenden Antisemitismus in den sozialen Netzwerken Internet und auf öffentlicher Straße. Aber: Es ist nur eine Minderheit, die an Grundfesten unserer demokratischen Gesellschaft rüttelt und gegen uns eingestellt ist. Die Mehrheit bilden jene, die heute unseren Jüdischen Friedhof besuchten, von und mit uns lernen wollten.

 

Dank an dieser Stelle gebührt Herrn Ludger Hiepel, der in unserem Team eine große und unverzichtbare Stütze ist. DANKE!

Vermissen mussten wir in unserem Team in diesem Jahr leider Frau Professor`in Marie Theres Wacker. Schon jetzt freuen wir uns, wenn Sie, liebe Frau Wacker, im nächsten Jahr בייה wieder dabei sein können.

 


 


 


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Jüdische Gemeinde Münster
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