An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten / Konzert mit Profeti della Quanta



 ישבנו ובכינו במימי בבל

"...  an den Wassern zu Babel saßen wir und weinten."

Das Ensemble Profeti dela Quinta war im Rahmen der Konzertreihe „Musica Sacra Münster 2018“ in unserer Gemeinde. Die Karten für das Konzert „Geistliche hebräische Musik“ waren bereits nach wenigen Tagen für alle Sitzplätze in der Synagoge (180) Münster ausverkauft. Etliche Musikfreunde der hebräischen Vokalmusik standen bis kurz vor Konzertbeginn noch ohne Karten in der Warteschleife. Einige Plätze blieben wider Erwartens unbesetzt, was sich am Ende für all jene in der Warteschlange sich als Glücksfall erwies.

In der Presse: „Das israelische Ensemble Profeti della Quinta widmet sich der Vokalmusik des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Die Kernbesetzung aus fünf Sängern folgt den Grundsätzen der historischen Aufführungspraxis und macht diese auf passionierte Weise für das heutige Publikum erfahrbar. Neben Psalmenvertonungen des jüdisch-italienischen Komponisten Salomone Rossi (1570–1630) und einer Passacaglia für Laute von dessen Zeitgenossen Alessandro Piccinini stehen Eigenkompositionen des künstlerischen Leiters Elam Rotem und des Theorbisten Ori Harmelin im Mittelpunkt des Programms.“

Das Ensemble Profeti dela Quinta übertraf alle unsere Erwartungen. Wenn solch hochsensiblen, talentierten Sänger in die Musik eintauschen, ist das Ergebnis eine Auslegung, die für seine Lebendigkeit, Intensität und Freude an hebräischen Gesängen spricht und alle Erwartungen an musikalisch sängerischem Können weitaus übertreffen. Mit stehemden Applaus wurde den Profis des Ensemble Profeti dela Quinta für das einstündige Konzert mit Zugaben gedankt. Der Anspruch an ein geistliches hebräisches Vokalkonzert wurde für das teils fachkundige Publikum in der zu einen Konzertsaal verwandelte Synagoge in Münster heute Abend voll Rechnung getragen.

In eiem Comment las ich sinngemäß: Der Gesang des Ensembles Profeti della Quinta ist Musizieren mit g``ttlichem Funken. 

Für wahr: eine sehr treffende Beschreibung. 

Die meisterhafte gesangliche Rezitationen aus: Hohelied 2:1:5 "Ich bin eine Blume zu Sharon und eine Rose im Tal" gin mir auch Stunden nach dem Konzert nicht aus den Ohren. Was für ein Genuß im Rahmen der Konzertreihe Musica sancra Münster 2018 

gez.: Sharon

Profi - Musik-Kritik:

http://www.wn.de/Muenster/Kultur/3236770-Musica-Sacra-in-der-Synagoge-Interkulturelle-Mehrstimmigkeit

 


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