Ein Conzert mit dem Sohn der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters Ausschwitz in unserer Gemeinde



Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation des evangelischen Forums Münster, des evangelischen Kirchenkreises Münster und unserer Jüdischen Gemeinde fand am heutigen Nachmittag in der Jüdischen Gemeinde Münster ein Konzert mit Cellist Raphael Wallfisch (London) statt.

Raphael ist der Sohn von Anita Lasker-Wallfisch, die letzten Überlende des Mädchenorchesters Ausschwitz. Raphael präsentiert Werke von Mieczyslaw Weinberg und Johann Sebastian Bach.

Er trat nicht ausschließlich musikalisch auf, sondern der Nachmittag/Abend wurde mit Wortbeiträgen zu seiner eigenen und der Geschichte seiner Mutter bereichert.

Die 91-jährige Anita Lasker-Wallfisch konnte heute leider nicht mit anwesend sein. Die Mitgliedschaft im Häftlingsorchester bewahrte zahlreiche Frauen und Mädchen vor dem Tod, wie Anita Lasker-Wallfisch auch.

Das Konzert war gut besucht (s. Bild). In meinem Grußwort konnte ich auf die eindrucksvolle Rede des Bundespräsidenten Norbert Lammer hinweisen, der klar „(…) ein Bekenntnis  gegen Ausgrenzung, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (…)“ forderte und mit dem Satz schloss: „(…) Das gelte für alle Menschen in Deutschland, egal wann und aus welchem Grund sie hierhergekommen seien.“ Zitatende.

Ich verwies ebenso darauf: „(…) Der heutige Nachmittag/Abend steht unter dem Eindruck der bundesweiten Gedenkstunden zum 27. Januar 2017, dem deutschen Holocaustgedenktag, um den barbarischen Zivilisationsbruch nie in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Leiden der letzten Überlebenden des „Mädchenorchesters Ausschwitz “, Anita Lasker-Wallfisch, mahnen uns, dass Willkür und Unfreiheit nie wieder die Herrschaft über ein Land übernehmen dürfen.“ Zitatende.

Die gegenwärtige politische Landschaft gibt inzwischen wieder Anlass zur aller größten Wachsamkeit.  

gez. Sharon


Jüdische Gemeinde Münster
Einloggen