"Erinnerung mahnt, Verantwortung bleibt, Zukunftschafft Hoffnung" - Gedenken 9. Nov



Bildquelle: Marco Poltronieri

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Das Gedenken, einenTag auf den 8.11.2019 wegen Shabbat vorgezogen - stand ganz unter dem Eindruck des vereitelten Attentas von Halle.

Veranstalter der Gedenkstunde-wie jedes Jahr- die Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Die Vorsitzende, Frau R. Frankenthal, mahnt, dass wir mit "Nie wieder" nicht nur bei Floskeln stehen bleiben dürfen und bedankte sich für die vielen Solidaritätsbekundungen.

Oberbürgermeister Markus Lewe forderte den "Aufstand der Gerechten" "Wir müssen Aufmerksam sein, Solidarität und Freundschaft zeigen."  Aufmerksamkeit beginne bei der Wortwahl der Worte und bei Witze. An die Jüdische Gemeinde gewandt, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe: "Gut, dass es Euch gibt."

Hauptredner war Bischof em. Dr. Mussinghoff. Das einleitende Zitat war die Überschrift seines Vortrages. Der BIschof zeigte sich ebenso über das Verbrechen in Halle erschüttert. Er mahnte: "Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beginnt im Kopf, in den Gedanken. Dann geht es über in die verwendeten Worte und mündet schließlich in Taten." 

Ich betonte wiederholt, dass der heutige Antisemitismus nicht neu ist. Er hat nie aufgehört! Heute verstecken wir unsere Kippa, unseren Davidstern auf dem Pullover, auf der Bluse, alles, was wir vor wenigen Jahren öffentlich noch mit viel Stolz getragen haben.


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Jüdische Gemeinde Münster
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