Hoher Besuch: Münsters Bischof zu Gast in der Jüdischen Gemeinde 10.11.2013



Der erste Besuch des Bischofs in unserer vor 52. Jahren nach dem Holocaust neu errichteten Synagoge hat für die Jüdische Gemeinde Münster eine besonders hohe Bedeutung, zeigt er doch die Achtung und den Respekt, die die Katholische Gemeinde und die Jüdische Gemeinde Münster heute miteinander verbindet.

Von den Mitgliedern der Gemeinde wird der Besuch des Bischofs als große Ehre empfunden, als en gelebtes Zeichen von Wertschätzung und als ein weiterer sichtbarer Schritt des Dialogs zwischen der christlichen und jüdischen Religion im Münsterland.

Bischof Dr. Felix Genn findet ebenso klare Worte, geht in seiner Begrüßung den belastenden Themen nicht aus dem Weg und betont, dass ein solcher Besuch immer auch ein Stück Scham in sich trage. „(…) Die Juden hatten es in Münster mit seiner katholischen Übermacht nie leicht. Die christlichen Kirchen haben es nicht geschafft, sich gegen den Ungeist des Holocaust durchzusetzen (…)“, so der Bischof. Er erntet dafür großen Applaus.

Beim anschließenden gemeinsamen Kaffee führen Bischof Dr. Genn und Mitglieder unserer Gemeinde das Thema über Ausgrenzung und Antisemitismus in Deutschland weiter. „Erst dann ist das normale Miteinander von Juden und Christen in einer Bürgerschaft gewährleistet, wenn es nicht mehr nötig ist, eine Synagoge von der Polizei schützen lassen zu müssen“, sagt der Bischof von Münster mit Blick in die Zukunft.

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Bilderläuterung: Ich habe die große Ehre, als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster unsere prächtigen Thora-Rollen zeigen zu dürfen


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