HYGIENE- UND GESUNDHEITSKONZEPT FÜR DIE JÜDISCHE GEMENDE MÜNSTER



Die Verschärfungen der Corona-Regeln haben für unsere Gemeinde nach dem bisherigen Hygienekonzept keine Auswirkungen (Stand: 28.10.2020).

1. Alle Mitglieder und alle Mitarbeiter*innen sind über die Maßnahmen des Hygienekonzepts unterrichtet;

2. Hinweise auf die "AHA"-Regeln sind im Eingangsbereich (Portal) gut sichtbar angebracht;

3. In den Sanitärräumen befinden sich Hinweise zum Händewaschen und zur Handdesinfektion;

4. Die jeweils geltenden Abstandsregeln in der Synagoge sowie im Shalom-Gemeinde-Saal sind durch rot - weiße Markierungs-Klebebänder  gekennzeichnet;

5. Raumkapazität: In der Synagoge bestehen für Männer gesamt 32 Sitzplätze; für Frauen auf der Empore gesamt 18 Sitzplätze; im Klassenraum 10 Sitzplätze und im Shalom-Saal gesamt 52 Sitzplätze. Familienmitglieder, die in einem Haushalt leben, können weiterhin nebeneinandersitzen;

6. Auf die Abstandsregeln für die Ein- und Ausgänge ist hingewiesen;

7. Mitglieder und andere Personen mit Krankheitssymptomen haben keinen Zutritt und sind gebeten, zu Hause zu bleiben und den zuständigen Arzt oder das Gesundheitsamt zu benachrichtigen;

8. Am Eingang des Gemeindegebäudes, in den Sanitärbereichen und in der Küche steht Handdesinfektionsmittel zur Verfügung;

9. Beim Beten, Singen in der Synagoge ist das Tragen eines Mund-Nasen Schutzes verpflichtend. Ein Mund-Nasen-Schutz ist in geringer Anzahl für den Notfall im Büro und /oder in der Haustechnik vorrätig;

10. Die regelmäßige Reinigung der Räume erfolgt durch eine Firma. Zusätzlich werden Bänke, Tische und Sitzplätze nach dem G``ttesdienst und nach dem Kiddusch im Shalom-Saal durch eigens beauftragte Mitarbeiter*innen aus den Reihen der Mitglieder und/oder Angestellte der Gemeinde mit Desinfektionsmittel gereinigt;

11. Auf Nachfrage können dem Gesundheitsamt der Stadt Münster die vorliegenden Daten der G``ttesdienstteilnehmer*innen und Besucher*innen der jeweiligen Veranstaltung zur Verfügung gestellt werden;

12. Auf die Situation von Mitgliedern, die einer Hochrisikogruppe angehören, wird stets eingegangen u.a. m. durch Hinweis, dass G``ttesdienste und andere Gemeindeveranstaltungen vor allem für diese Klientel nicht verpflichtend sind und auch für den Weg zur Synagoge keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden sollen;

13. Es wird stets darauf hingewiesen, dass an den Ein- und Ausgängen auf entsprechende Abstände zu achten ist.

14. Ablauf der G``ttesdienste:

hier gelten die Regeln wie bisher während der Corona-Pandemie, das heißt:

Die Tora wird ausschließlich vom Kantor aus dem Aron Hakodesch (Toraschrein) ausgehoben - Die Tora wird nicht durch die Synagoge geführt Sie darf nicht geküsst werden! - An der Bima (Vorleserpult) steht ausschließlich der Kantor Der Gabbai (Koordinator für die Aufrufe zur Tora), der die Alijot (Aufrufe) zur Tora verteilt, sitzt vorne mit entsprechendem Abstand zur Bima, er darf nicht zur Bima herantreten - Der Aufgerufene kommt nicht zur Bima und spricht die Brachot(Segenssprüche) von seinem Platz aus - Nach der Kria, (Thoralesung), hebt der Kantor die Tora hoch und zeigt sie der Gemeinde - Er legt die Rolle sodann zurück auf die Bima - Das Einrollen, Schnüren und Schmücken der Tora macht nur der Kantor allein - Auf die übliche Aufteilung der Hagbaha und der Glila (Aufheben und Schnüren der Tora) auf zwei Personen wird verzichtet - Der Maftir (Vorleser eines Zusatztextes aus den Büchern unserer Propheten)  liest die Haftara (Buch der Propheten) von seinem Platz aus Das Einheben der Thora erfolgt allein durch den Kantor.

Das Küssen der Mesusa (Türpfostengebet) ist ein traditioneller Brauch und keine Mizwa. - (religöse Pflicht) Aufgrund der Gefahr, dass das Virus verbreitet werden kann, dürfen Mesusot keinesfalls geküsst oder berührt werden. - Gleiches gilt für Siddurim (Gebetbuch), Chumaschim (5 Bücher Moses in Buchform), Ziziot (Schaufäden am Gebetsmantel) und die Tora. Ausgenommen hiervon sind eigens in die Synagoge gebrachte Gebetbücher. Verwendung von eigenen Siddurim, Kippot (Kopfbedeckung) usw.: - Wir bitten darum, dass die G‘ttesdienstteilnehmer ihren eigenen Siddur und Chumasch zur Nutzung mitbringen. - Kippot und Tallitot (Gebetsmantel) werden weiterhin NICHT ausgelegt. - Jeder G’ttesdienstbesucher soll seine eigene Kippa und seinen eigenen Tallit verwenden. - Gleiches gilt für Tefillin (Gebetsriemen).

Beerdigungen: Sie bleiben bei einem 7-Tage Inzidenzwert ab 35 aufwärts auf den Kreis engster Angehöriger beschränkt. Sollten für das Kadisch unter den Trauernden nicht genügend gesetzespflichtige Männer anwesend sein, kann dies nach Rücksprache mit der Orthodoxen Rabbinerkonferenz zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden; die Waschung erfolgt nur unter strengster Einhaltung der Hygieneregeln. Ist die/der Verstorbene an Covid-19 verstorben, entfällt die Waschung komplett.

Die Busfahrt zum Jüdischen Friedhof sollte in diesen Zeiten möglichst (!) unterbleiben. 

Liebe Mitglieder, wir sind dem Virus nicht hilflos ausgeliefert«, sagte ein Sprecher im Deutschlandfunk. Er erinnerte an die »AHA-Regeln« zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken. Vom derzeitigen Verhalten hänge es auch ab, ob künftig weitere, noch strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen werden müssten. Das, liebe Mitglieder, wollen wir בעזייה nicht hoffen.

Verantwortlicher Ansprechpartner: 

Sharon Fehr - Münster, 28.10.2020


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Jüdische Gemeinde Münster
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