Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen 10-Jahre -Synagoge Bochum



10 Jahre ist es her, dass die neues Synagoge in Bochum fertiggestellt wurde. Ein Anlass zum Feiern.

So hatte die Jüdische Gemeinde Bochum zu einem Festakt in die für mehr als sieben Millionen neu errichtete Synagoge am Erich-Mendel-Platz herzlich eingeladen.

Die ca. 250 Plätze umfassende Synagoge war bis auf den letzten belegt. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bochum, Gregory Rabinovich, begüßte in seinem Grußwort die Gäste sehr herzlich.

Prof. Dr. Norbert Lammert (Bundestagspräsident a.D) knüpfte in seiner freien Festrede an das Wunder von Chanukka an und nannte es ebenso ein Wunder, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder lebendig vorhanden sei.

Auch Landtagsvizepräsidentin knüpft an den Gedanken des Wunders in Ihrer großartigen wie sehr herzlichen Rede an: „Ja, jüdisches Leben in unserer Mitte, Synagogen mitten in unseren Städten, das ist ein Wunder. Vielleicht sogar das größte Wunder der letzten 70 Jahre. Aber zugleich ist es ein riesengroßes Geschenk. Ein Geschenk, dessen Wert wir uns immer wieder vor Augen führen sollten. Das Geschenk der Versöhnung. Das Geschenk der ausgestreckten Hand."

Alle Redner/Innen nahmen die Zunahme des Antisemitismus  in ihren Focus  und versicherten, dass die Verantwortung Deutschland für den Zivilisationsbruch in den Jahren 1933 bis 1945 bleibe und es keinen Schlussstrich geben könne, weder für Nachgeborene noch für geflüchtete Menschen. Das gälte selbstverständlich auch für jene, die in ihren Heimatländern mit einer genuin ablehnenden Haltung gegenüber Israel sowie gegenüber hier lebenden Juden.

Landtagsvizepräsidentin Carin Gödecke bringt es auf den Punkt und formuliert ebenso glasklar :   

"Fremdenfeindlichkeit, Aggressivität, Gewaltbereitschaft, Hetze und üble Propaganda, ja auch der offene Antisemitismus sind unübersehbar gestiegen. Und, was vielleicht noch alarmierender ist, wir reden nicht über den Rand unserer Gesellschaft, sondern über die Mitte.“

Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Thomas Eiskirch, freut sich über die gut entwickelten Kontakte zwischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum und verurteilt, ebenso  dass jüdischen Menschen in Deutschland sich durch Antisemitismus heute wieder verängstig fühlen würden.

Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer hielt in seinem Grußwort sinngemäß fest: Erst wenn jüdische Menschen hier in Deutschland uneingeschränkt zu Hause sind, ist Deutschland uneingeschränkt bei sich.

Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke schloss ihre Redemit einem großartigen Zitat aus dem babylonischenTalmud:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

 

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

Der Freundeskreis Bochumer Synagoge der Gemeinde überreiche dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Bochum, Herrn Grigory Ribonovich, eine Schenkungsurkunde für eine gespendete Thora, die im Laufe des nächsten Jahres fertiggeschrieben aus Israel in Bochum eintreffen würde.

 

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten der Hebräisch Kurs des Gymnasiums Bochum.

 

Mit Hevenu Shalom alechem – Wir bringen euch Frieden, schloss die sehr gelungene Festveranstaltung mit Einladung zu einem grandios zubereiteten Buffet ab. 

 

Die große Aufmerksamkeit, mit welcher die Gäste durch den Veranstalter und dessen Team umsorgt wurden, war von großer Herzlichkeit. Dies spieglte sich in der Atmosphäre widerspiegelte, wofür die Gäste voll des Lobes waren. 

 

Danke, dass wir aus Münster dabei sein durften. Der Jubiläumsabend wird uns bleibende Erinnerung sein.

 

 


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