MÜNSTER GEDENKT DER CORONA-TOTEN



GEDENKEN AN DIE CORONA – TOTEN IN MÜNSTER am So., 18.04.2021

Die Stadt Münster hat zu einem interreligiösen Gedenken der Toten in Münster in den Friedensaal am Sonntagnachmittag herzlich eingeladen. Aber nicht nur in Münster oder in Ahlen wurde der Toten gedacht, es war ein nationales Gedenken der einsamen Toten der Corona-Pandemie, zu dem Bundespräsident Walter Steinmeier eingeladen hatte.

Für viele der Hinterbliebenen wird der Tod ihrer Angehörigen ein Trauma bleiben.

Es ist gut, dass Münster wie auch die Stadt Ahlen ein Zeichen setzt: „Wir haben Euch nicht vergessen, stehen solidarisch an Eurer Seite und nehmen an Eurem Leid Anteil“. Oberbürgermeister Markus Lewe sagt „„(…) Abschied nehmen, das ist das, wonach sich viele Menschen gesehnt haben (…)“.

Die allermeisten Corona-Erkrankte starben und sterben auf Intensivstationen. Ein Abschiednehmen ist den Angehörigen aufgrund des hohen Risikos einer Ansteckung nicht gewährt. Alleine zu sterben, keinen Abschied nehmen zu können vom Partner, der Partnerin, der Freundin, dem Freund ist für die gesund im Leben stehenden Angehörigen und Freunde kaum zu ertragen.

Bürgermeister Dr. Berger (Ahlen) „(…) Es fehlt der Punkt des Abschiednehmens (…)“.Was für ein Trauma!

Danke der Stadt Münster, danke der Stadt Ahlen, dass Sie mit dem heutigen Gedenken der Corona-Toten ein gemeinsames Zeichen der Anteilnahme setzen und damit auch Raum geben um Innezuhalten für ein würdiges Gedenken.

Trauer und Schmerz brauchen ihre Zeit, sagen unsere Rabbiner, bis Trost wirklich auch tröstet und bis wir weitergehen können in unserem Leben.

Doch es gibt auch Menschen unter uns, die das alles nicht wahrhaben wollen und die Hygiene- und Abstandsregeln außer Kraft setzen. Sie gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitmenschen. Das Sterben aber wird mit so viel Ignoranz leider nicht aufzuhalten sein.


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