Pressegespräch im Dom von Münster



Pressegespräch über das Marienrelief im Dom von Münster am 05.04.2018

Auch im Dom von Münster ist gleich im Eingangsbereich, dem „Paradies“, eine antijüdische Bilddarstellung anzutreffen. Auf einem Thron sitzend drückt Maria mit dem rechten Fuß einen Juden (zuerkennen durch den jüdischen Spitzhut) zu Boden und zerdrückt in dieser Darstellung das Judentum. Domkustos Udo Grote sprach von einer "besonders brutalen" und in dieser Form in Deutschland einmaligen Darstellung. Dompropst Kurt Schulte verwies darauf, dass solche Darstellungen der Grundüberzeugung der katholischen Kirche fundamental widersprechen.  Domkapitular Ferdinand Schumacher, Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Münster: "Wenn man es entdeckt hat, dann stört es, dann weiß man es und dann wird es unerträglich". 

Der Presse wurde ein mehrseitiges Kunstblatt vorgestellt, das als Konsequenz durch das Domkapitel in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde in Münster und der Gesellschaft für Christlich-Jüdisch Zusammenarbeit erstellt worden ist.  Ich schätze und würdige dieses Kunstblatt als ein Zeichen der Glaubwürdigkeit im Christlich Jüdischen Verhältnis. Dazu gehört eben auch, solchen antijüdischen Darstellungen im kirchlichen Raum öffentlich zu mit klaren Worten zu widersprechen. Das ist: TACHELES REDEN!

WN Link hier: 

http://www.wn.de/Muenster/3244152-Antijuedische-Elemente-im-Marienrelief-Judentum-mit-den-Fuessen-niedergedrueckt/3244466-Das-Marienrelief-im-Dom-Paradies-hat-eine-antijudaistische-Schattenseite-Mit-den-Fuessen-niedergedrueckt

Sogar bei Radio Vatikan in Rom ist das Pressegespräch angekommen. Hier der Link:

https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-04/antijuedische-marienfigur-bewegt-gemueter.html


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Jüdische Gemeinde Münster
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