Pressekonferenz bei der Bezirksregierung Münster zum Schülerwettbewerb "SHALOM - JÜDISCHES LEBEN HEUT".



Pressemitteilung, 28.04.2021 Bezirksregierung zum Schülerwettbewerb 2021 zu der Regierungspräsidentin, Frau Dorothee Feller für heute Mittag eingeladen hatte.

Außer mir nahm auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde von Gelsenkirchen, Frau Judith Neuwald-Tasbach teil.

Für unsere Gemeinde unterstrich ich, dass ich als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde das Projekt des Schülerwettbewerbes für die Schülerinnen und Schüler der 7. Und 8. Jahrgangsstufen aller Schulformen der Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Münster unterstütze

Mit dem Thema des Wettweberbes „Shalom – Jüdisches Leben heute!“ würden wir darauf hoffen, dass Schüler*innen mit der Vielfalt jüdischen Lebens heute weitaus mehr vertraut machen zu können, als dies bisher der Fall scheint.

Aufgrund der wenigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und so auch im Regierungsbezirk Münster  dürfte es kaum erstaunen, dass nichtjüdische Schüler*innen kaum - wenn überhaupt- einen persönlichen Kontakt zu Juden und Jüdinnen hatten und daher wenig Kenntnis über das jüdische Leben besitzen.

Also müssten wir zu Recht die Frage aufgreifen:

Wie soll jüdisches Wissen erlangt werden? Und wie "Normalität" im Umgang miteinander entstehen? Wenn nicht auch über den schulischen Weg die Möglichkeit angeboten wird, mit jüdischem Leben wie jüdische Feste und Feiern und mit jüdischer Kultur in der jeweiligen Stadt auch in Berührung zu kommen.

Ich führte weiter aus: Schüler*innen werden möglicherweise im Rahmen des Wettbewerbs auch die Erfahrung machen, dass, wer sich mit jüdischem Leben beschäftigt, gleich welchen Alters, gleich welcher Stadt immer auch mit sich bringt, mit der Geschichte, mit Leid, Zerstörung, mit Vertreibung und Tod berührt werden.

Aber die Vielfalt jüdisches Leben heute ist eben mehr als die Reduzierung auf Auschwitz und die Shoah, wenngleich auch dem Gedenken und Erinnern Raum gegeben werden muss, doch der Focus des Schülerwettbewerbes liegt auf dem jüdischen Leben heute.

Ich ging zum Ende meines Statements noch auf das Leitthema des Wettbewerbs: „Shalom – Jüdisches Leben heute“ ein.

Dem Leitthema ist das hebräische Wort: Shalom – Friede vorangestellt.

Das würde mich als Deutsch-Israeli, als Mitglied unserer Jüdischen Gemeinde sehr, sehr freuen, denn Shalom ist ja mehr als ein hebräischer Gruß wie Hallo oder guten Tag.

Shalom bekundet das Streben nach Frieden, nach Verantwortung, Aussöhnung und Frieden schaffen.

Im Rahmen des Wettbewerbs könnte uns SHALOM daran erinnern und dazu anhalten, tolerant und friedlich miteinander zu leben.

Insofern ist SHALOM, dem Leitthema vorangestellt, auch ein wunderbarer Impuls, der von dem Schülerwettbewerb der Bezirksregierung Münster ausgehen könnte.

Für unsere Jüdische Gemeinde wünschte ich allen Schüler*innen, die am Wettbewerb teilnehmen werden, viele neue Erfahrungen auf dem Weg, jüdisches Leben und jüdische Kulturen kennenzulernen“. MASEL TOV und schloss mein Presse-Statement mit einem herzlichen Dank an die Bezirksregierung, namentlich an Regierungspräsidentin, Frau Dorothee Feller, für die Initiative des Wettbewerbs und allen Mitwirkenden hier am "Runden Tisch" und hinter den Kulissen: Vielen DANK und SHALOM

Hier der Link auf die Website der Bez.Regierung mit weiteren Ausführungen zum Schülerwettbewerb:

https://www.bezreg-muenster.de/de/shalom_schuelerwettbewerb/index.html


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