TAG DER OFFENEN TÜR: Ein Zeichen der Offenheit



Am Sonntag, 28. Oktober 2012 feierte die Jüdische Gemeinde Münster die Eröffnung des neuen und wesentlich erweiterten Gemeindezentrums in der Klosterstraße in Münster.

Ein großer Festsaal, der 300 Menschen Platz bietet, ein Aufzug, ein neuer Jugendraum, eine neue große Küche mit Unterteilung „ Fleischig/Milchig“ und helle, großzügige Sanitäranlagen sind nun barrierefrei entstanden. Das  in die „Jahre gekommene“ und ein wenig glanzlos wirkende Gemeindezentrum in der Klosterstraße hat sich nun mächtig in „Schale“ geworfen. 

Sharon Fehr schwebt, wie er formuliert, noch immer auf „Wolke Sieben“ und freut sich riesig, dass es mit der Erweiterung des Gemeindezentrums nun möglich sei, allen Genaration unter einem gemeinsamen Dach Platz für ihre Aktivitäten in Religion und Kulturellen anbieten zu können.

Viel Prominenz war der Einladung der Jüdischen Gemeinde gefolgt, um mit der Gemeinde zu feiern. Aufmerksam verfolgten die Besucher  dem Brauch der Befestigung der Mesusa am Türpfosten des Festsaals, der von Rabbiner Yehoud (Münster) und Dr. Tzwi C. Marx. Rabbiner vorgenommen wurde. 

Feierlich auch die Übergabe des symbolischen Schlüssel durch Architekt Nathan Schächter an Sharon Fehr. 

Sharon Fehr dankt allen, die an der Verwirklichung  des vergrößerten Gemeindezentrums mitwirkten, allen voran Architekt Nathan und  Büro, den vielen Firmen, den Nachbarn, die den Baulärm und Schmutz  geduldig hinnahmen. Dank auch den und vor allem auch den vielen Menschen in vielen Institutionen, die durch ihre Spenden und Fördergelder den barrierefreien Um- und Erweiterungsbau erst möglich machten.

Oberbürgermeister Markus Lewe unterstrich in seiner Ansprache vor allem: dass Jüdisches Leben in der Mitte der Stadtgesellschaft  angekommen ist

Domkapitular  Dr. Ferdinand Schumacher hebt hervor: „Wir müssen einander begegnen, können voneinander lernen.  Superintendentin, Frau Meike Friedrich unterstreicht: Tod und Verwüstung werden von diesem Gebäude in `s Gegenteil verkehrt, es füllt sich mit Menschen“.

Stephan Kramer , Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, musste seine Teilnahme leider absagen. Sein Grußwort lag der Gemeinde vor, das von Frau Dr. Hoensbroech, verlesen wurde. Darin heißt es: „(…) Das Bauprojekt ist ein Zeichen der erfolgreichen Entwicklung, die die Gemeinde durchlaufen hat und ein Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft. (…) Heute wird die Jüdische Gemeinde (…) nicht mehr als Fremdkörper in der Stadt betrachtet. Das hat sich (…) nicht zuletzt dank Spenden aus der nichtjüdischen Umgebung (…) gezeigt.  Spenden, die neben ihrem finanziellen einen besonders bedeutenden ideellen Wert haben. Es ist die Kombination aus innerer Stärke und Motivation der Gemeinde auf der einen sowie aus der Akzeptanz und Unterstützung durch die nichtjüdische Umwelt, die der Gemeinde eine großartige Zukunft verheißt. Es ist ein großes Privileg, das erleben zu können., so Stefan Kramer und schließt seine Rede mit: Masel Tov!“

Herzliche Glückwünsche des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Westfalen überbrachte Zwi Rappoport. Er habe die Einweihung der Synagoge in Münster 1961 als 15 jähriger persönlich erlebt. Durch die Aufnahme neuer Mitglieder aus den GUS-Staaten hat Münster eine neue Chance erhalten und wünscht der Gemeinde weiterhin Masel und Broche

Für die musikalische Umrahmung sogrgte der Chor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden „Kol David“ mit Dirigent und Komponist David Zarpolski. Der über Minuten andauernde kräftige Applaus zollte dem Chor große Anerkennung für die überwältigende  musikalische Leistung auf sehr hohem Niveau.

An den Festakt schloss sich ein Tag der Offenen Tür an.  

Die Resonanz war überwältigend!  Mehr als tausend Besucher nahmen das Angebot war, die  Gemeinde auch einmal von innen zu sehen, Gespräche  über jüdische Themen zu führen und den  israelischen Basar (WIZO) zu besuchen, der  von Frau Berg-Baruch (NL) im Festsaal mit Hilfe von Frau und Herrn Voloj aufgebaut wurde.

Die Zahl der vielen Besucher bestätigt nicht nur das hohe Interesse der Besucher/innen an der Jüdische Gemeinde Münster, sondern ist auch Zeichen dafür, dass die Jüdische Gemeinde wieder einen festen Platz in der Stadtgesellschaft von Münster hat und auch gewollt und anerkannt ist, resümiert Sharon Fehr diesen Tag und unterstreicht: „Wir freuen uns, wenn es gelingt, den  Tag der offenen Tür künftig in unser Jahresprogramm mit aufzunehmen.

Allen Mitgliedern, die zum Gelingen dieses großartigen Tages beigetragen haben, möchte ich herzlich DANK sagen.

-Sharon Fehr -

 http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14334

 http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Juedische-Gemeinde-weiht-neuen-Gemeindesaal-ein;art993,1807915



Jüdische Gemeinde Münster
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