Teil 3 Dialog nötig statt Ausgrenzung



Dialog nötig statt Ausgrenzung.

Münster (ame/osi). Ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen – nach Auffassung von Weihbischof Zekorn ist das keine Utopie, sondern unter anderem in Ghana gelebte Praxis. „Da gibt es wie selbstverständlich muslimisch-christliche Familien. Das zeigt, das es geht“, begründet er seine Zuversicht. Deshalb sei es wichtig, dass alle Glaubensrichtungen deutlich für das Prinzip der Religionsfreiheit eintreten.

In Deutschland sei die öffentliche Debatte zwar häufig von Populisten und Scharfmachern geprägt. Aber der überwiegende Teil der Bevölkerung denke eben anders, ohne dabei „blauäugig“ zu sein, sagt Zekorn. Das habe sich zu Hochzeiten der Flüchtlingskrise auch in Münster etwa bei einer Demo gegen Fremdenfeindlichkeit gezeigt und andernorts durch Hilfsaktionen.

Dass die Angst vor Muslimen in Deutschland genau dort am größten ist, wo kaum Menschen dieses Glaubens leben, ist für Zekorn, Khorchide und Fehr bezeichnend. Die Antwort auf dieses Phänomen könne nur ein intensiver Dialog und Begegnung auf allen Ebenen sein. In diesem Sinne sei das Motto „Suche Frieden“ des Katholikentags eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Beim Großereignis vom 9. bis 13. Mai in Münster, der Stadt des westfälischen Friedens, wird auch der Gedanke des interreligiösen Dialogs gelebt. Zahlreiche Programmpunkte widmen sich diesem Thema. Als engagierte Gesprächspartner wirken auch Sharon Fehr und Mouhanad Khorchide mit.

 Mit freundlichen Grüßen

Die Glocke

Ralf Ostermannn

Nachrichtenredaktion


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