Karl - Heinz Volkert verstorben



So eben erfahre ich, dass Karl Heinz Volkert, langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsch Israelischer Gesellschaft Münster, am Montag, 25.11.2013 nach langer, schwerer  Krankheit  verstorben ist.

Ich erinnere mich an viel Begegnungen und viele intensive Gespräch mit Herrn Karl Heinz Volkert.. Er erzählte, dass er gerademal sechs Jahre alt war, als die Ausschreitungen gegen jüdische Ein-richtungen 1938 in seiner Heimatstadt Burgsteinfurt miterlebte.

Dieses Erlebnis war für Herrn Karl-Heinz Volkert, wie er mir später erzählte, für seine spätere Arbeit und vor allem sein ehrenamtliches Engagement für Israel prägend.

Er wollte vermeiden helfen, dass die Vernichtung jüdischer Kultur, jüdischer Menschen sich jemals wiederholen würde – egal in welchem Land!

Herr Karl Heinz Volkert war unserer Jüdischen Gemeinde in Münster und erst Recht auch Israel sein ganzes Leben lang eng verbunden. Als Vorsitzender der Sozialausschüsse organisiert er viele Treffen zwischen Deutschen und Israelis, initiiert die Städtepartnerschaft zwischen Münster und Rishonle-Zion, gründet die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die "Israel-Stiftung Deutschland". 

Herr Karl Heinz Volkert war viele Jahre Freund und aufmerksamer Begleiter der Jüdischen Gemeinde Münster.

Seinem Einsatz in der städtischen Wohneinrichtung „Lindenhof“ kam  für die neuen jüdischen Mitglieder aus den GUS Staaten große Bedeutung zu.

Er half Türen zu öffnen für die soziale Sicherung der "Neuen" und bot Raum für Hilfen, die es vielen unserer neuen Mitglieder ermöglichte, sich leichter in völlig andere Lebensgewohnheiten einzufinden, untereinander Kontakte zu finden und Fuß zu fassen in einem neuen System.

Die Jüdische Gemeinde Münster hat Herrn Karl-Heinz Volkert in dieser Hinsicht sehr viel zu verdanken.

Herr Karl Heinz Volkert hat viele Menschen in und außerhalb unserer Gemeinde durch sein selbstloses Engagement aufgerüttelt und durch seine Begeisterung für Israel interessiert.

Wir werden Karl-Heinz Volkert ein bleibendes Gedenken bewahren.

In stiller Trauer

Sharon Fehr

Geschäftsführender 1. Vors.


Galerie

Karl-Heinz Volkert

Karl-Heinz Volkert habe ich oft in seinem gastfreundlichen Haus erlebt. Eine unvergessene beeindruckende Figur mit viel Ausstrahlung. Sein Tod ist ein echter Verlust. Es gibt nur wenige Menschen wie er, der es verstand so aufrichtig und gradlinig sein ehrenwertes Anliegen, darunter seine Liebe zu Israel durchzusetzen, bei gleichzeitigem wahren Bewusstsein für die deutsche Vergangenheit.
Bin ganz persönlich betroffen und in Trauer.
Ulrich Sahm aus Jerusalem

Jüdische Gemeinde Münster
Einloggen