Die Rechtspopulisten AfD und ihre Parteiprogrammatik



Darf frau/man gespannt sein, wenn die AfD am 30.04.2016, wie lautstark angekündigt, ihre offizielle Parteiprogrammatik verabschieden wird? Ich bin `s nicht!

Was jetzt wieder verkündet wird scheint allenfalls dazu geeignet, unsere Gesellschaft weiter zu spalten und die Hatz auf muslimisch Gläubige weiter anzustacheln.

Da wird ein Verbot von Moscheen gefordert. Der  "Bau und Betrieb von Moscheen" sei zu unterbinden.

Dieser absolute Schwachsinn dringt aus einem sog. Vorentwurf schon jetzt an die Öffentlichkeit. Das Ganze überschrieben mit „Mut zur Verantwortung“.

Begründet wird dieser Schwachsinn damit, dass „Inhalte und Ziele“ des Islam selbsterklärend verfassungsfeindlich seien.

Moscheen dienten "nicht nur dem gemeinsamen Gebet, sondern auch der Verbreitung der auf die Beseitigung unserer Rechtsordnung gerichteten islamischen Lehre".

Ich schließe mich dem Bericht meines Freundes  Stephan Orth u.a. auf Facebook an: „dass die muslimische Religion nicht an den Rand gedrängt (…)“ gehört, (…) sondern (…) mit vielen anderen (…) das Recht auf einen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft!“ hat.

Natürlich beunruhigt uns Juden, dass unter den Zuflucht-Suchenden auch etliche arabischstämmige Menschen sind, die mit antijüdischen und äußerst israelfeindlichen Stereotypen aufgewachsen sind.

Aber darum geht es den Rechtspopulisten der AfD ja überhaupt nicht. Sie wollen diese Menschen überhaupt nicht bei uns haben. Sie wollen sie mit Zäunen von uns fernhalten und quälen diejenigen, die hier sind durch Drohungen, durch Anschläge und Angriffe.


Wir werden auch als Jüdische Gemeinde die Entwicklung aufmerksam beobachten, doch lassen wir uns nicht von Braunfinken wie der AfD aufhetzen und sagen auch ganz klar, dass eine Diskriminierung von muslimischen Menschen und  deren Negativ-Stigmatisierung in unserer Gesellschaft absolut fehl am Platz ist wie auch die Verharmlosung des sich mehr und mehr verbreitenden Antisemitismus.

Nein, Freunde, auch wir stecken den Kopf nicht in den Sand und bemühen uns weiterhin gemeinsam mit unseren Freunden und allen Demokraten unserer Gesellschaft um ein gutes Miteinander - in der Mitte unserer Gesellschaft!

Salam/Shalom Euer Sharon


Jüdische Gemeinde Münster
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