Liebe Chawerim, liebe Freunde,
Der Brandanschlag auf die Synagoge Wuppertal nur wenige Tage vor Jom Kippur erschüttert uns alle zutiefst. Wir stehen selbstverständlich solidarisch hinter der jüdischen Gemeinde in Wuppertal.
Dass ein Mensch versucht, eine Synagoge in Brand zu setzen, ist ein Angriff auf jüdisches Leben und zugleich auf unsere gesamte demokratische Gesellschaft.

Besonders bedrückend ist für uns als jüdische Gemeinde der Zeitpunkt: Nur wenige Tage vor Jom Kippur, unserem höchsten jüdischen Feiertag, an dem Versöhnung, Umkehr und Vergebung im Mittelpunkt stehen, wird erneut eine Synagoge zum Ziel eines Anschlags. Das ist ein bitterer und schmerzhafter Gegensatz.
Ob der Anschlag mit dem 7. Oktober 2023 oder mit dem Krieg in Israel und Gaza in Verbindung steht, müssen die Ermittlungsbehörden klären. Eines muss aber völlig klar sein: Kein politischer Konflikt im Nahen Osten kann jemals eine Rechtfertigung dafür sein, Jüdinnen und Juden oder jüdische Einrichtungen hier in Deutschland anzugreifen.
Wer mit einem solchen Anschlag Angst verbreiten und jüdisches Leben aus der Öffentlichkeit verdrängen will, darf damit keinen Erfolg haben. Wir werden unsere jüdischen Traditionen nicht dem Terror und nicht der Angst unterordnen.
Wir werden an Jom Kippur in unsere Synagogen gehen, wir werden beten und fasten – und wir werden unser Judentum weiterhin sichtbar und selbstbewusst leben. Gerade darin liegt unsere Antwort auf Hass und Antisemitismus.“ Ende des Zitats.
Gez. Sharon
Euch allen, liebe Chawerim, wünsche ich von Herzen:
SHABBAT SHALOM WE-GMAR CHATIMA TOVA!
אני מאחל לכם שבת שלום וגמר חתימה טובה

